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DAS NATUR- UND ARTENSCHUTZZENTRUM SATTLEDT HEISST SIE HERZLICH WILLKOMMEN
Manchmal sind es die kleinsten Dinge, welche den meisten Platz in deinem Herzen einnehmen
Dem Schutz, der Rettung, Aufzucht, Betreuung, Pflege und Versorgung von Wildtieren im Schadensfall, die notwendige Überwinterung und die darauffolgende Auswilderung im Sinne des OÖ Natur- und Landschaftsschutzgesetzes 2001 ( § 27 und 29 Abs. 2) haben wir uns zur Lebensaufgabe gemacht. Das heißt die Auswilderung ist und muss immer das Ziel der Wildtierpflege sein! Nur unter bestimmten Umständen dürfen Tiere in der dauerhaften Pflege des Menschen verbleiben und benötigen dazu auch ein entsprechend großes und vor allem artgerechtes Gehege. Deshalb haben wir im Jänner 2023 das Gelände der Felbermühle im Oberautal 1, 4642 Sattledt zur Pacht übernommen. Hier können wir auch nicht mehr auswilderungsfähigen Tieren, ein entsprechendes Gehege zur Verfügung stellen. Der Verein verfolgt mit seinen Statuten ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und sowohl politisch als auch konfessionell unabhängig.
ZVR Zahl 1309155034
Impressum, Urheberrecht und ©Copyright: Für den Inhalt verantwortlich, das Natur- und Artenschutzzentrum Sattledt, Markt 12/3, 4642 Sattledt, naturundartenschutzzentrumsatt@gmail.com, 0677/63808555
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UNSERE GESCHICHTE
Eine Vision wird Wirklichkeit
2021 Das Jahr der Gründung und Konstituierung
Das Natur- und Artenschutzzentrum hat ursprünglich als kleiner Verein begonnen. Unter dem Namen der Igelfreunde Oberösterreich - Verein zur Rettung von Wildtieren, wurden wir im Jahr 2021 gegründet und kümmerten uns ausschließlich, wie es der Name schon vermuten lässt, erstmals nur um Igel.
2022 das Jahr der Entscheidung
Da kamen dann die ersten Eichhörnchen und auch Siebenschläfer dazu. Die Anfragen für weitere Wildtiere ließen nicht lange auf sich warten. Allerdings arbeiteten wir alle nur von daheim aus und da war der Platz dann irgendwann nicht mehr gegeben. Denn je größer die Tiere werden, umso mehr artgerechten Platz brauchen sie. Damit standen wird vor der Herausforderung, hören wir auf oder werden wir größer, weil wir brauchten dringend mehr Platz. Nur "ein bisschen helfen", war keine Option. Wir wussten der Bedarf war und ist gegeben, auch wenn die Behörden dies ständig negieren wollen.
Die Suche beginnt
Mittlerweile wurde der Vorstand auf zwei Mitglieder, mit Andrea Posch, Dipl. Soz. Päd. als Obfrau und Michaela Bauer, Dipl. Soz. u. Lebensberaterin als Kassier, verkleinert und die Statuten für die künftige Arbeit angepasst. So wurde z.B. auch die Aufnahme von Mitgliedern aus den Statuten heraus genommen, da wir mehr auf Teamarbeit setzen, als auf die Administration. So haben wir dann auch täglich Internet und Zeitungen auf mögliche Grundstücke durchforstet. Mit den Kriterien, leistbar, groß genug, Zentralraum und längerfristig, war die Suche natürlich entsprechend schwierig. Im Sommer 2023 hatten wir dann ein geeignetes Objekt gefunden und haben angefangen dort die Station aufzubauen. Nach drei Monaten intensiver Arbeit und vieler Versprechungen, hat uns der Verpächter allerdings von heute auf morgen gesagt, er wolle es nun doch nicht verpachten. Da waren wir dann an einen Punkt angekommen, wo wir überlegt haben ob wir es nicht doch besser lassen und aufhören. Der Schaden war enorm.
2023 Ein Neuanfang
Durch Zufall entdeckte dann im Herbst ein Kollege eine Annonce auf Willhaben und wir haben uns dann entschlossen, wir probieren es nochmals und wenn es nichts wird, dann lassen wir es sein.
Im November 2023 haben wir den Pachtvertrag von 24000 m2 im Oberautal/Sattledt unterschrieben und das Gelände wurde unser neues Zuhause. Seither ist die Felbermühle unsere neue Wirkungsstätte und bietet unseren Schützlingen ein schönes und sicheres Zuhause. Unter dem Projektnamen Natur- und Artenschutzzentrum Sattledt haben wir dann im Jänner 2024, die Station offiziell gegründet.
Offizielle Pflegestation
Nach Ansuchen bei Land OÖ wurden wir mit Sommer 2023 ganz offiziell zu einer Pflegestation mit Genehmigung des Landes OÖ nach Paragr. 29 NschG2002 erklärt. Das bedeutet wir dürfen das ganze Jahr über bedürftige Braun- und Weißbrustigel aus ganz Oberösterreich aufnehmen und diese bis zur Auswilderung beherbergen und pflegen. Laut Gesetz ist das nämlich nur von November bis März für jedermann erlaubt und dient lediglich zur Überwinterung. Alle Wintergäste müssen auch nachweislich bis zum 1. April ausgewildert sein. Werden Tiere, ohne ersichtlichen Grund und darüber hinaus in Gefangenschaft gehalten, macht sich der Finder strafbar. Ein Vereinsstatus alleine berechtigt nicht zur ganzjährigen Pflege. Eine Genehmigung von der zuständigen BH erlaubt lediglich die Pflege von Igeln, die aus dem jeweiligen Bezirk kommen. Wer Igel aus dem gesamten Bundesgebiet aufnimmt, muss um eine Pflegegenehmigung beim Land ansuchen. Eine ordentliche Registrierung der Tiere und die Dokumentation aller Vorgänge bis zur Auswilderung ist dabei allerdings unerlässlich. Damit sind wir die einzigen in OÖ die diese Genehmigung besitzen und darauf sind wir auch sehr stolz. Abgesehen davon kann das Land OÖ somit auf Daten, die von uns bereit gestellt werden, jederzeit zugreifen und verarbeiten, was für den Artenschutz unerlässlich ist. Für die restlichen Tiere, die wir aufgenommen haben, werden wir jetzt um eine weitere Genehmigung ansuchen, da wir natürlich erst heuer wissen, welche Tiere bei uns abgegeben wurden und werden.
2024 die Igelfreunde sind Geschichte
Was ursprünglich als Projekt begonnen wurde, wird im Februar 2024 endgültig zum Natur- und Artenschutzzentrum Sattledt. Da Vereins- und Projektname zu ständiger Verwirrung führten, haben wir per Vorstandsbeschluss die Igelfreunde OÖ ganz offiziell zum Natur- und Artenschutzzentrum Sattledt erklärt und die Statutenänderung auf der BH Linz-Land eingereicht. Damit sind die Igelfreunde OÖ Geschichte und nach Freigabe durch die BH im ZVR unter der Zahl 130915503 auch so zu finden.
WAS WIR SO TUN
Wir machen den Unterschied
Artenschutz geht uns ALLE an. Mit verschiedenen Initiativen und Projekten versuchen wir so viele Menschen wie möglich zu erreichen, denen der Artenschutz genau so am Herzen liegt. Wir arbeiten aktiv immer wieder an spannenden Projekten, wie jetzt z.B.: am Aufbau unserer Wildtierstation, um das Leben unserer Wildtiere bis zur Auswilderung weiter zu verbessern. Der Aufbau eines Gemeinschaftsgartens, eines Natur- und Bodenlehrpfades, Bau eines Biotops, pädagogische Kinder- und Jugendarbeit, Beschäftigung von beeinträchtigten Menschen, Workshops uvm. aber auch um die Gesellschaft für das Thema Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren. Und wir machen dabei viele Fortschritte. Erfahren Sie mehr über uns: was wir tun, wem wir helfen und wie wir uns täglich für positive Veränderungen einsetzen.

KINDER- UND JUGENDARBEIT
Pädagogische Konzepte
Durch verschiedene Projekte (Friedhöfe, Kindergärten, Schulen etc.) tragen wir wesentlich zur Sensibilisierung in der Bevölkerung bei. So suchen wir auch immer nach Kooperationspartnern um durch entsprechende Ideen zum Thema Artenschutz und zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft beizutragen. So wie z.B. durch den Bau von Igelburgen auf Friedhöfen, wie 2021 mit einigen Schulklassen der VS ST. Martin am Waldfriedhof St. Martin/Traun und mit der NMS am Urnenfriedhof in Urfahr. Möglich gemacht wurden die beiden Projekte durch eine Zusammenarbeit mit der Linz AG Friedhöfe.
Fragen Sie in ihrer Gemeine nach möglichen Projekten oder eine Ferienpassaktion oder auch direkt bei uns und wir überlegen uns dann ein Projekt oder eine altersgerechte Aktion zum Thema Artenschutz. Jeder kann helfen!

DIE GOLDENE MURMEL 2023
Teilnahme an Ausschreibungen
Die Naturfreunde Kinder- und Jugendgruppe Kremsmünster unter der Leitung von Frau Judith Koening holt 1. Platz im Bundeswettbewerb, sowie den 3. Platz fürs Bundesland OÖ mit uns als Projekteinreichung. Darauf sind wir besonders stolz, weil es zeigt, wie wichtig es wieder ist, Kinder und Jugendliche aber auch die Erwachsenen wieder zurück in die Gärten und die Natur zu holen. Gerade in Zeiten enormer Digitalisierung ist es umso wichtiger den sprichwörtlichen Boden unter den Füßen nicht zu verlieren und sich wieder vermehrt der Natur zuzuwenden.
So bieten wir aber auch in den Ferien durch die Ferienpassaktionen der Gemeinden einzelne Tage oder auch Übernachtungen im Zelt als Angebot an.
https://www.naturfreundejugend.at/umwelt/goldener-murmel/goldener-murmel-2023/
WORKSHOPS
Biologie zum anfassen
Workshops bei uns auf der Station aber auch in Schulen und Kindergärten fördern schon bei den Kleinsten das Bewusstsein für Arten- und Naturschutz. Wildtiere zum Anfassen und Begreifen. Unsere Workshops werden individuell auf die jeweilige Altersstufe angepasst. Zusätzlich können auch durch Einbindung von Eltern, Großeltern etc. Futterhäuser, Kobel, Nistkästen und Kobel im Workshop gebaut werden. Die Kosten für den Workshop betragen € 5,-- pro Kind. Natürlich freuen wir uns auch immer über zusätzliche Spenden, damit wir unseren Tieren auch weiterhin helfen können.
Foto aufgenommen im Kindergarten Wels-Pernau.


WIESO HABEN WIR KEINE IGEL (MEHR) IM GARTEN?
Ein Naturgarten ist nicht immer ein Igelgarten
Ein Naturgarten ist nicht automatisch ein Igelgarten. Was es braucht, damit sich Igel und Konsorten in ihrem Garten wohlfühlen, gerne bleiben und auch immer wieder kommen, wird Ihnen bei den Igelfreunden OÖ anschaulich nahegebracht. Mit ein wenig Geduld und ein paar Veränderungen, werden sich auch in ihrem Garten unsere stacheligen Gesellen wieder wohlfühlen und so zu einem gesunden Gartenklima beitragen.

WILDTIER GEFUNDEN, WAS TUN?
Schnelle und professionelle Hilfe rettet Leben
Sie haben ein Wildtier gefunden und wissen jetzt nicht was zu tun ist?
Das aller wichtigste zuerst: versuchen sie niemals als Laie dem Tier selbst zu helfen! Sie können dem Tier noch mehr Schaden zuführen und ihm damit den sicheren Tod bringen. Kein Füttern, kein Wasser einflößen, keine Wundversorgung.
Erste Hilfe beim Wildtier ist immer eine individuelle Entscheidung und erfordert eine schnelle und fachgerechte Hilfe. Lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig melden. Ist ein Tier offensichtlich verletzt, so ist rasche Hilfe unumgänglich.
Bedenken Sie, viele Tiere sind Babys und diese brauchen oftmals Wärme, so wie Menschenbabys auch. Legen Sie die Tiere aber NICHT einfach in die Sonne! DAs würden Sie mit einem Menschenkind auch nicht machen. Sichern Sie das Tier und melden Sie sich umgehend, je nach Tierart bekommen Sie dann die richtigen Anweisungen und wir bitten Sie diesen auch zu folgen. Wir machen das mitunter schon viele Jahr und wissen was sofort zu tun ist! Viele Ratschläge aus dem Internet sind falsch oder nicht mehr aktuell. Wir halten uns stets auf dem laufenden und arbeiten auch mit anderen Stationen und Tierärzten zusammen. Unnötiges diskutieren geht zu Lasten des Tieres!
Gerade bei Katzenopfern zählt jede Minute. Diese Tiere brauchen sofort Antibiotika, da Katzen mit ihren Zähnen und Krallen Pasteurellen übertragen, die sehr schnell zu einer Infektion beim Tier und unversorgt sehr schnell zum Tod führen.
Sichern Sie das Tier nach Möglichkeit und rufen Sie uns an! Je nach Tierart werden wir uns so rasch wie möglich um eine Lösung bemühen. Wenn sie uns nicht gleich erreichen, dann rufen wir so rasch wie möglich zurück!
Wenn Sie mehrere Stellen anrufen und das Tier dann woanders hinbringen, dann informieren sie uns bitte darüber! Ansonsten richten wir umsonst einen Platz her und warten umsonst auf sie. Das ist Zeit die wir nicht haben!
Nicht jedes Tier braucht Hilfe und es passiert immer wieder, das Tiere (Hasenbabys, Ästlinge) vorschnell mitgenommen werden.
Greifen sie Hasen und Rehe niemals an. Durch den Geruch des Menschen, nimmt die Mutter das Junge nicht mehr an. Ist das Tier in Not rufen Sie auf einer Wildtierstation, einem wildtierkundigen Tierarzt, im Tierheim Linz, den Tierrettungen an. Sie alle verfügen über eine Liste von Wildtierstationen und leiten Sie dann zur nächst möglichen weiter. Große Tiere brauchen mitunter sowieso die Hilfe einer fachkundigen Tierrettung.
Ist das Tier offensichtlich verletzt dann bringen Sie es so rasch wie möglich zu eine Tierarzt, ins Tierheim Linz, Tierklinik Sattledt, Tierarzt Dr. Scherfler (Linz), Dr. Wöckinger (Steyregg) , Dr. Kimberger (Kirchdorf), Mag. Kralka (Leonding-Isidor), Dr. Fasching (Wels), Dr. Wirth (Lembach), Tierklinik Alkoven uvm. diese Tierärzte sind Wildtierkundig und können ein verletztes Tier umgehend versorgen.
Bei Unfällen mit Hochwild rufen Sie die Polizei. Ansonsten machen Sie sich der Wilderei strafbar! Lebt das Tier, dann rufen Sie auch umgehend im Tierparadies Schabenreith an, damit das Tier nicht einfach durch einen Jäger getötet wird.
Wir sind keine Tierrettung! Leider ist es uns aufgrund vieler pflegerischer Tätigkeiten nicht möglich Tiere auch noch zu holen bzw. Rettungseinsätze zu fahren. Dazu arbeiten wir ALLE ehrenamtlich 24 Stunden, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Das machen wir nebst Job, Familie und anderen Verpflichtungen. Wenn Sie ein Tier gefunden haben, dann bringen sie es bitte auch in eine dafür ausgelegte Einrichtung. Das ist das geringste das sie tun können, den Rest übernehmen dann wir.
Bitte unterlasen Sie emotionale Erpressungen (wenn Sie es nicht holen dann lasse ich es hier liegen und sterben) jeglicher Form und bleiben sie höflich. Wir tun was wir können und noch viel mehr. Wir bekommen dafür aber keinen Lohn, kein Gehalt, kein Geld aus öffentlicher Hand und finanzieren die Aufzucht, Pflege, Futter, Tierarztkteosn etc. großteils durch Spenden, sowie den eigenen finanziellen Ressourcen.
In OÖ stehen ihnen insgesamt 4 Tierrettungen ehrenamtlich zur Verfügung. Gerade große Tiere brauchen oft die Unterstützung der Fachleute der Tierrettung, da sie auch über entsprechende schonende Fangmethoden verfügen.
Die Tierrettungen im Einzelfall:
Linzer Animal Ambulance
Tierhilfe Gusenthal
Ratö Steyr
Tierrettung Oberösterreich
zusätzlich hat auch das
Tierparadies Schabenreith ein Rettungsfahrzeug zur Verfügung

